Externe Festplatte für Windows und Mac
Leider ist es immer noch so, dass es kein modernes Dateisystem gibt, welches unter Windows und Mac gleichzeitig benutzt werden kann. Und zwar von Haus aus. Unter Mac kann man zwar seit einiger Zeit auch NTFS von Windows lesen, allerdings hat es eine Schreiben-Funnktion nicht in Leopard geschafft. Und der Nachfolger von Leopard kommt wahrscheinlich erst in eineinhalb Jahren. MacFUSE ist meiner Meinung nach uninteressant, da dies erst installiert werden muss. Für einen stationären Rechner OK, für unterwegs indiskutabel. Das gilt ebenfalls für Sachen wie HFSExplorer unter Windows.
Was bleibt ist das Vermächtnis von MS-DOS: FAT. Auch wenn es einige nicht wissen, man kann Festplatten größer als 32GB mit FAT bestücken. Natürlich nicht unter Windows mit zusätzlichen Hilfsprogrammen. Das will Microsoft nicht. Wahrscheinlich, weil FAT im Vergleich mit NTFS nicht besonders effizient, flexibel und sicher ist. Wobei es zum Datenaustausch alle mal reicht. Sieht man von der Einschränkung der Dateigröße auf 2GB ab.
Unter Mac gibt es keine Probleme, mit dem Festplattendienstprogramm eine solche Festplatte einzurichten. Natürlich kann man mit so einer Platte keine Mac-Bootpartition einrichten. Aber das ist auch nicht Sinn der Sache.
Wenn man jetzt also eine externe Platte entsprechend eingerichtet hat, kommen die nächsten Unfeinheiten. FAT ist nicht in der Lage, verschiedene Metadaten oder Zusatzinformationen von Dateien abzuspeichern. Hier behelfen sich Windows und Mac damit, versteckte Dateien mit diesen Informationen anzulegen.
Wenn man zu der Gattung Allessehen gehört, und unter Windows sich alle Dateien - also auch die Versteckten - anzeigen lässt, wird einem Auffallen, dass sich dort auf einmal sehr viele zusätzliche Dateien tummeln, die mit einem . (Punkt) anfangen. Wenn man die löscht, passiert nicht viel, außer das zum Beispiel ein paar Zusatzinformationen wie Aussehen oder Sortierung der Dateianzeige unter dem Finder verloren gehen. Resource Forks kommen mittlerweile unter MacOS X zum Glück kaum noch vor, was etwas schwerwiegendere Folgen hätte.
Die einzige, sinnvolle Lösung ist es, versteckte Dateien sich auch nicht anzeigen zu lassen. Es gibt noch die Möglichkeit, sich ein entsprechendes Skript zu schreiben oder zu besorgen, welches regelmäßig diese Dateien von der Platte putzt. Aber den Sinn dahinter sehe ich nicht unbedingt. Es gibt auch keine versteckte Funktion, die verhindert, dass diese Dateien bei lokalen Festplatten angelegt werden. Bei Netzwerklaufwerken sieht das wieder anders aus.
Unter Mac werden diese Dateien natürlich standardmäßig nicht angezeigt. Hier findet man aber unter Umständen zwei Verzeichnisse, welche Windows anlegt. Einmal System Volume Information und Recycled. Im Gegensatz zu Windows, bei dem Ansichtseinstellungen für Verzeichnisse auf dem Rechner gespeichert werden, kann man Ansichtseinstellungen bei MacOS X auch auf dem Laufwerk sichern.
Um jetzt diese Verzeichnisse von Windows unter Mac auszublenden, kann man eine Datei .hidden anlegen, in welche einfach die Verzeichnisnamen eingetragen werden, die im Finder nicht dargestellt werden sollen:
cd /Volumes/EXTERNE_FESTPLATTE
echo Recycled > .hidden
echo "System Volume Information" >> .hidden
Beim nächsten Anmelden der Platte oder nach einem Neustart des Finders, werden diese Verzeichnisse dann nicht mehr angezeigt.