„Es tut uns Leid, aber …” Google mag Dich nicht

Da bin ich eher zufällig darauf gestoßen. Ich wollte einen Blog direkt bei blogspot.com besuchen - ja, kommt manchmal tatsächlich vor, dass ich den Feedreader verlasse - und bekam von Google die Fehlermeldung:

Es tut uns leid, aber …

… Ihre Anfrage ähnelt automatisierten Anforderungen, wie sie von Computerviren oder Spyware-Anwendungen verwendet werden. Zum Schutz unserer Nutzer können wir Ihre Anfrage zum jetzigen Zeitpunkt nicht verarbeiten.

Wir werden Ihren Zugriff schnellstmöglich wiederherstellen. Versuchen Sie es in Kürze wieder. Falls Sie den Verdacht haben, dass Ihr Computer oder Netzwerk infiziert sein könnte, sollten Sie ein Virenprüfprogramm oder einen Spyware-Entferner ausführen. So können Sie sicherstellen, dass Ihre System frei von Viren und sonstiger missbräuchlicher Software ist.

Falls dieser Fehler ständig angezeigt wird, können Sie das Problem eventuell lösen, indem Sie das Google-Cookie löschen und danach Google erneut besuchen. Spezifische Anleitungen für Ihren Browser erhalten Sie in der Online-Hilfe des Browsers.

Wir entschuldigen uns für eventuell entstandene Unannehmlichkeiten und hoffen, Sie bald wieder bei Google begrüßen zu dürfen.

Die Suche bei Google selbst funktionierte. Der Feed über Feedreader lief auch. Nur Blogs über blogspot.com liefen nicht. Egal ob direkt als URL eingegeben oder als Suchergebnis von Google.

Testhalber habe ich dann einfach eine Neueinwahl erzwungen, um eine neue IP-Adresse zu bekommen. Und siehe da, die Blogs von Blogspot ließen sich wieder aufrufen.

Google sperrt also scheinbar bei Blogspot anhand der IP-Adresse. Aber so lange? Oder wird anhand des Cookie geblockt, der mit der IP-Adresse verbandelt ist?

Die IP-Adresse die ich beim Auftreten der Meldung hatte, war etwa vier Stunden alt. Mit Blogspot wurde eigentlich gar nichts gemacht, geschweige denn, dass die Rechner hier überhaupt großartig für das Internet genutzt wurden. Da hier auch kein Windoof-Rechner steht, der fröhlich gekappert worden sein könnte, ist das alles schon merkwürdig.

Tja, was war da los?

4 Reaktionen zu “„Es tut uns Leid, aber …” Google mag Dich nicht”

  1. ich

    Das liegt daran, dass Amerikanische Unternehmen angehalten sind, das Surfverhalten ihrer Nutzer zu protokollieren. Das tut Google in sehr großem Maßstab, sowohl aus politischen Gründen als auch um ihre Suchprozesse optimieren zu können.
    Manche Server geben aber nicht die Informationen preis, die Google gern hätte (Server aus Anonymisierungs-Kaskaden zum Beispiel). Deswegen sind solche Server bei Google einfach blacklisted.

  2. k

    Ja, klar. Aktuelle Diskussion, wie böse die US-Provider sind. Aber ich glaube nicht, dass das hier der Fall war.

    Ich bezweifel etwas, dass Google Einwahladressen für länge Zeit auf eine schwarze Liste setzt. Da diese Meldung auch mit etwas Aufwand durch Suchanfragen erzwungen werden kann, ist es wohl eher ein Schutz vor dem übertrieben Auslesen von Daten. Müsste ja eigentlich messbar sein, wie lange diese Sperre gilt.

  3. ich

    Mit böse hat das gar nichts zu tun. Es ist deren Geschäft. Guckst du hier:

    http://www.google.com/analytics/de-DE/

  4. k

    Besonders konstruktiv waren ja Deine Kommentare bisher nicht. Mir geht es hier um die Frage, wie diese Sperre ausgelöst werden kann. Nicht um Datenschutz oder Geschäftsziele von Google. Wenn Deine Anonymisierungsserver auf der schwarzen Liste sind, dann wundert mich das nicht. Google braucht die gar nicht alle kennen. Man braucht nur ein entsprechendes Skript, was die benötigten Anfragen macht, damit eine IP gesperrt wird. Und wenn man das über solche Server lässt, dann werden die halt gesperrt.

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