Wenn Amazon zwei Massenprodukte kennt…

20. Juli 2008

Das die Empfehlungen von Amazon nicht immer so hinhauen, sollte jedem schon einmal aufgefallen sein. Das da auch mal zwei völlig diametralauseinander laufende Produkte empfohlen werden, OK. Aber folgendes fand ich schon witzig:

Wir empfehlen: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

von Joanne K. Rowling
http://www.amazon.de/dp/3867171696/ref=pe_ar_x5

Unverb. Preisempf.: EUR 89,95
Preis: EUR 69,95
Sie sparen: EUR 20,00 (22%)

Empfohlen, da Sie folgende Artikel gekauft oder bewertet haben:
* T-Com Speedport 200, DSL-Modem für ADSL2 und ADSL2

Ich habe mir also einen Speedport gekauft und Amazon empfiehlt mir die passende Lektüre dazu, wie ich richtig auf dem Ding reite. Oder vielleicht auch eine Anspielung, wie es der Telekom geht? Oder Amazon wertet den Originaltext aus und dort benutzt Harry einen Speedport? Oder es gibt wieder eine Gesetzesänderung und ich darf den Speedport nur von einem Telekomiker anschließen lassen, so wie in den Achtzigern? Wahrscheinlich sind die Verknüpfungen von Amazon nicht so spannend und irgendein Zähler bei beiden Produkten lag einfach dicht beieinander. Schade eigentlich.

Mit Images spielen

1. Mai 2008

Ein Image erstellen geht ziemlich schnell. Zum Beispiel mit dd:


dd if=PARTITION of=DATEI

Überlegen sollte man hier, ob man nicht noch mit bs die Blockgröße festlegt, da dadurch das Erstellen unter Umständen beschleunigt werden kann. Kopiert wird solange, bis die Partition nichts mehr hergibt. Mit der option conv=noerror bewegt man dd dazu, bei einem Fehler weiter zu machen. Wobei man bei so etwas lieber auf dd_rescue zurückgreift.

Man kann auch selbst ein Leeres erzeugen


dd if=/dev/zero of=DATEI bs=BLOCKGROESSE count=ANZAHLDERBLOCKS


und dann ein Dateisystem anlegen


mke2fs -j DATEI

Ein Nachteil ist, dass das alles mehr Platz wegnimmt als nötig. Hier könnte man auf die Fähigkeit der meisten Dateisysteme zurückgreifen, eine sogenannte Sparse-Datei anzulegen. Diese Datei nimmt dann nur soviel Platz in Anspruch, wie auch wirklich belegt ist.


dd if=/dev/zero of=sparsefile count=0 bs=1G seek=1


Hier wird eine 1GB-Datei angelegt, die zwar mit dieser Größe auch angezeigt wird, allerdings auf der Platte nur ein paar Bytes belegt.

Der Nachteil einer Sparse-Datei ist, dass diese ziemlich Fragmentieren kann und das diese unter Umständen die Datensicherung durcheinander bringt, falls die Datensicherung nicht in der Lage ist, mit Sparse-Dateien umzugehen. Bei Tar, Rsync und anderen gibt es dafür übrigens extra eine Option, damit diese damit umgehen können.

Diese Dateien kann man natürlich auch praktischerweise ganz normal ins System einhängen


mount -o loop DATEI VERZEICHNIS

und damit dann normal arbeiten.

Wenn man so ein Image komprimieren will - am Besten mit bzip2 oder rzip - komprimiert man unter Umständen unbenutzte Daten im Dateisystem mit. Diese sollte man am Besten ausnullen. Datei also wieder einhängen, ins Verzeichnis wechseln und eine große Datei mit Nullen erzeugen


mount -o DATEI VERZEICHNIS
cd VERZEICHNIS
dd if=/dev/zero of=NULLDATEI

Sobald das Image voll ist, meckert das System. Dann einfach


rm NULLDATEI
cd ..
umount VERZEICHNIS

machen und die Datei komprimieren.

Aber vielleicht will man auch nur, dass das Image nach dem Ausnullen weniger Platz wegnimmt im Dateisystem. Leider kenne ich nur die Möglichkeit, die Datei umzukopieren und beim Kopieren zu sagen, die Null-Bereiche wieder als Sparse zu behandeln


cp --sparse=always DATEI DATEINEU
rm DATEI
mv DATEINEU DATEI


Eine Möglichkeit bei einer Datei nachträglich Nullen in Sparse-Bereiche umwandeln zu lassen, wäre natürlich praktischer.

Das gehasste iChat und Screen Sharing

11. April 2008

iChat bietet ja seit Leopard die praktische Funktion des Screen Sharing. Das läuft in der Theorie einfach auf Knopfdruck, ohne das großartig etwas eingestellt werden müsste. Auf der einen Seite praktisch für Fernhilfe, auf der anderen Seite der Horror jedes paranoiden Administrators.

Wer schon ein bisschen Erfahrung mit iChat gesammelt hat, weiß, warum selbst viele Mac-Benutzer für Videofonie lieber Skype benutzen. Das läuft nämlich wirklich einfach auf Knopfdruck.

Wenn iChat mit Videofonie oder Screen Sharing nicht funktioniert, findet man sehr viele Ratschläge im Netz. Einer ist, alle betroffenen Ports freizugeben. Sowohl auf dem Mac und dem Router. Oder die Ports vom Router weiterleiten zu lassen auf den Mac, quasi den Schlüssel draußen an die Tür hängen.

Und ein immer weider auftauchender Ratschlag ist, uPNP einzuschalten. Nun. Bei mir ist es genau umgekehrt. UPnP auf dem Router aus, keine Port-Weiterleitungen und die Firewall auf dem Mac ist auch eingeschaltet. Wie sich herausstellte, war das UPnP der Knackpunkt. Nach dem deaktivieren lief es auch mit dem Screen Sharing.

Übrigens gibt es von Apple zwei Test-Kontakte, mit denen man Videofonie testen kann. Sofern Videofonie funktioniert, funktioniert auch Screen Sharing über iChat, was über den selben Kanal zu laufen scheint. Es ist nämlich egal, ob Screen Sharing aktiviert ist oder nicht. Jedenfalls sieht das aktuell bei 10.5.2 so aus.

Die Kontakte heißen appleu3test01@mac.com und appleu3test02@mac.com. Sofern es mit denen klappt, kann man davon ausgehen, dass Verbindungsprobleme mit einem anderen Kontakt in der Regel an diesem liegen. Wobei bei iChat immer ein bisschen Restvoodoo übrig bleibt.

Asynchroner Schwachsinn

1. April 2008

Gesichter findet man in der Regel schön oder interessant, wenn beide Gesichtshälften nicht gleich sind. Und die Welt wird dadurch spannend, dass nicht jeder Mensch gleich ist. Auch wenn Perfektionisten da anderer Meinung sind.

Das Techniker nun hingegangen sind, und dieses Unperfekte der Nicht-Gleichheit auf DSL angewendet haben, stört mich beim Arbeiten regelmäßig. Der Upload ist immer kleiner als der Download. Und die Diskrepanz nimmt sogar zu, um so höher der Download ist. 16000er DSL mit 1000 Upload? Hallo? Quasi ein Gesicht mit Schlagseite. So wird das mit Joost, Zattoo und all den anderen nie was. Mal davon abgesehen, dass die meisten Server beim Download sowieso vor sich hinschnarchen.

Ja, ich kenne die Gründe. Man lädt eigentlich mehr runter als hoch. Jedenfalls, dass gemeine Volk. Und ja, es gibt auch synchrone DSL-Anschlüsse. Sogar mit fester IP und ohne Zwangstrennnung, welcher ja eigentlich auch keinen Sinn mehr heutzutage macht.

Was ich mich frage ist, wie aufwendig es wäre, das dynamisch zu gestalten. Jedenfalls will ich nicht massig hochladen und gleichzeitig massig herunterladen. Ich habe mal in die eine Richtung eine Spitze und mal in die Andere. Es würde ja schon reichen, wenn man einfach mal tauschen könnte. Download wird Upload und anders herum. Perfekt wäre natürlich die Aufteilung der ganzen Bandbreite, wie man es gerade benötigt. Aber es soll ja nicht perfekt sein. Wir sind schließlich Menschen. Alles andere wäre verdächtig.

„Es tut uns Leid, aber …” Google mag Dich nicht

27. März 2008

Da bin ich eher zufällig darauf gestoßen. Ich wollte einen Blog direkt bei blogspot.com besuchen - ja, kommt manchmal tatsächlich vor, dass ich den Feedreader verlasse - und bekam von Google die Fehlermeldung:

Es tut uns leid, aber …

… Ihre Anfrage ähnelt automatisierten Anforderungen, wie sie von Computerviren oder Spyware-Anwendungen verwendet werden. Zum Schutz unserer Nutzer können wir Ihre Anfrage zum jetzigen Zeitpunkt nicht verarbeiten.

Wir werden Ihren Zugriff schnellstmöglich wiederherstellen. Versuchen Sie es in Kürze wieder. Falls Sie den Verdacht haben, dass Ihr Computer oder Netzwerk infiziert sein könnte, sollten Sie ein Virenprüfprogramm oder einen Spyware-Entferner ausführen. So können Sie sicherstellen, dass Ihre System frei von Viren und sonstiger missbräuchlicher Software ist.

Falls dieser Fehler ständig angezeigt wird, können Sie das Problem eventuell lösen, indem Sie das Google-Cookie löschen und danach Google erneut besuchen. Spezifische Anleitungen für Ihren Browser erhalten Sie in der Online-Hilfe des Browsers.

Wir entschuldigen uns für eventuell entstandene Unannehmlichkeiten und hoffen, Sie bald wieder bei Google begrüßen zu dürfen.

Die Suche bei Google selbst funktionierte. Der Feed über Feedreader lief auch. Nur Blogs über blogspot.com liefen nicht. Egal ob direkt als URL eingegeben oder als Suchergebnis von Google.

Testhalber habe ich dann einfach eine Neueinwahl erzwungen, um eine neue IP-Adresse zu bekommen. Und siehe da, die Blogs von Blogspot ließen sich wieder aufrufen.

Google sperrt also scheinbar bei Blogspot anhand der IP-Adresse. Aber so lange? Oder wird anhand des Cookie geblockt, der mit der IP-Adresse verbandelt ist?

Die IP-Adresse die ich beim Auftreten der Meldung hatte, war etwa vier Stunden alt. Mit Blogspot wurde eigentlich gar nichts gemacht, geschweige denn, dass die Rechner hier überhaupt großartig für das Internet genutzt wurden. Da hier auch kein Windoof-Rechner steht, der fröhlich gekappert worden sein könnte, ist das alles schon merkwürdig.

Tja, was war da los?

Virentest bei ausgeschalteten Computer

24. März 2008

Im Laufe der Jahre gewöhnt man sich die allgemein üblichen Regeln an, die man schon hätte beachten sollen, als man dachte, man wäre gut.

Ich bekomme immer wieder Rechner rein, die nicht mehr booten wollen. Aus den verschiedensten Gründen. Der erste Schritt ist in der Regel erst einmal ein Abbild der Festplatte machen. Dies ist einerseits ein Lesetest der Festplatte, andererseits existiert eine Kopie, falls wirklich mal was schiefgehen sollte. Danach kommt der obligatorische Speichertest. Wenn beides ohne Probleme läuft, dann ist das ein guter Indikator. Zwar nicht perfekt, aber immerhin eine gute Grundlage zum Arbeiten.

Danach kann kommt eigentlich der Virentest, der von CD gestartet wird. Den ließ ich in der Regel immer auf dem entsprechenden Rechner laufen. Das hat einen Haken. Erstens bekommt man den Rechner nicht immer ohne weiteres ins Internet. Und zweitens geht der Virentest auf neuerer Hardware meistens wesentlich schneller. Hier nehme ich eine spezielle virtueller Maschine mit großzügigen Speicher, binde da die externe Festplatte ein und lasse dann das Abbild der Festplatte auf Viren überprüfen. Da verwarzte Windows-Kisten ja leider meistens zwei oder drei Jahre auf dem Buckel haben, macht das enorm viel aus.

Manchmal passt es auf den ersten Blick

20. März 2008

Beeindruckend. Da habe ich doch glatt einen moment nachdenken müssen. Für den Artikel Neues Spielzeug: Asus WL500g Premium kam ein Kommentar rein, in dem nur stand, dass das Teil zu empfehlen wäre. Nach dem Blick auf den Namen und die Domain war dann klar, dass der Schreiber eher von Dildos redet als von dem besagten Hardwaregerät im Artikel. Passte also dann doch nicht so.

Der Leopard kriecht

18. März 2008

Nachdem ich mich dann doch dazu durchgerungen hatte, auf meiner Arbeitskiste ein Update auf 10.5.2. zu machen, hatte ich das Gefühl, dass die Kiste langsamer geworden war. Das Tippen erinnerte an eine Schreibmaschine. Entnervt suchte ich ein bisschen im Internet herum. Da war nur zu lesen, dass das Leopard Grafik-Update schuldig wäre. Toll. TimeMachine benutze ich aus gesunder Paranoia nicht und eine Neu-Installation konnte es ja nicht sein. Zu dem passten die Symptome nicht so richtig.

Irgendwie kam ich auf Bedienungshilfen in den Systemeinstellungen, bei der es solche Sachen wie verzögerter Tastendruck eingestellt werden können und was zu den Symptomen passte. Pustekuchen. Alles ausgestellt. Ein Geistesblitz sagte mir, mal bei Tastatur & Maus zu schauen. Nichts auffälliges. Nachdem ich dann mal testhalber die Wiederholrate und die Ansprechverzögerung veränderte, war das Problem auf einmal weg. Dann stellte ich beide Einstellungen wieder wie vorher und siehe da, dass Problem war immer noch weg.

Bei so etwas weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll.

Der langweilige PI-Tag

14. März 2008

Heute stolpere ich schon den ganzen Tag darüber, dass PI-Tag ist. Toll. Eine so faszinierende Zahl aber nichts interessantes, außer, dass heute ja besagter Tag ist. Moment, da war was doch was, was etwas heraus stach: „Die π-Domain“. Als kleiner Gag zwischendurch ganz brauchbar.

Externe Festplatte für Windows und Mac

9. März 2008

Leider ist es immer noch so, dass es kein modernes Dateisystem gibt, welches unter Windows und Mac gleichzeitig benutzt werden kann. Und zwar von Haus aus. Unter Mac kann man zwar seit einiger Zeit auch NTFS von Windows lesen, allerdings hat es eine Schreiben-Funnktion nicht in Leopard geschafft. Und der Nachfolger von Leopard kommt wahrscheinlich erst in eineinhalb Jahren. MacFUSE ist meiner Meinung nach uninteressant, da dies erst installiert werden muss. Für einen stationären Rechner OK, für unterwegs indiskutabel. Das gilt ebenfalls für Sachen wie HFSExplorer unter Windows.

Was bleibt ist das Vermächtnis von MS-DOS: FAT. Auch wenn es einige nicht wissen, man kann Festplatten größer als 32GB mit FAT bestücken. Natürlich nicht unter Windows mit zusätzlichen Hilfsprogrammen. Das will Microsoft nicht. Wahrscheinlich, weil FAT im Vergleich mit NTFS nicht besonders effizient, flexibel und sicher ist. Wobei es zum Datenaustausch alle mal reicht. Sieht man von der Einschränkung der Dateigröße auf 2GB ab.

Unter Mac gibt es keine Probleme, mit dem Festplattendienstprogramm eine solche Festplatte einzurichten. Natürlich kann man mit so einer Platte keine Mac-Bootpartition einrichten. Aber das ist auch nicht Sinn der Sache.

Wenn man jetzt also eine externe Platte entsprechend eingerichtet hat, kommen die nächsten Unfeinheiten. FAT ist nicht in der Lage, verschiedene Metadaten oder Zusatzinformationen von Dateien abzuspeichern. Hier behelfen sich Windows und Mac damit, versteckte Dateien mit diesen Informationen anzulegen.

Wenn man zu der Gattung Allessehen gehört, und unter Windows sich alle Dateien - also auch die Versteckten - anzeigen lässt, wird einem Auffallen, dass sich dort auf einmal sehr viele zusätzliche Dateien tummeln, die mit einem . (Punkt) anfangen. Wenn man die löscht, passiert nicht viel, außer das zum Beispiel ein paar Zusatzinformationen wie Aussehen oder Sortierung der Dateianzeige unter dem Finder verloren gehen. Resource Forks kommen mittlerweile unter MacOS X zum Glück kaum noch vor, was etwas schwerwiegendere Folgen hätte.

Die einzige, sinnvolle Lösung ist es, versteckte Dateien sich auch nicht anzeigen zu lassen. Es gibt noch die Möglichkeit, sich ein entsprechendes Skript zu schreiben oder zu besorgen, welches regelmäßig diese Dateien von der Platte putzt. Aber den Sinn dahinter sehe ich nicht unbedingt. Es gibt auch keine versteckte Funktion, die verhindert, dass diese Dateien bei lokalen Festplatten angelegt werden. Bei Netzwerklaufwerken sieht das wieder anders aus.

Unter Mac werden diese Dateien natürlich standardmäßig nicht angezeigt. Hier findet man aber unter Umständen zwei Verzeichnisse, welche Windows anlegt. Einmal System Volume Information und Recycled. Im Gegensatz zu Windows, bei dem Ansichtseinstellungen für Verzeichnisse auf dem Rechner gespeichert werden, kann man Ansichtseinstellungen bei MacOS X auch auf dem Laufwerk sichern.

Um jetzt diese Verzeichnisse von Windows unter Mac auszublenden, kann man eine Datei .hidden anlegen, in welche einfach die Verzeichnisnamen eingetragen werden, die im Finder nicht dargestellt werden sollen:


cd /Volumes/EXTERNE_FESTPLATTE
echo Recycled > .hidden
echo "System Volume Information" >> .hidden


Beim nächsten Anmelden der Platte oder nach einem Neustart des Finders, werden diese Verzeichnisse dann nicht mehr angezeigt.